Um mich und diesen Blog vorzustellen habe ich ein kleines Tutorial geschrieben, mit dessen Hilfe erklärt wird, wie der eigenen Homepage ein Friend of a Friend Profil hinzugefügt werden kann.
Was ist denn Friend of a Friend (FOAF)?!?
“Friend-of-a-friend (FOAF) ist ein Internet-Standard, um Menschen und ihre Beziehungen untereinander in einer maschinen-verständlichen Form zu beschreiben.” (http://was-ist-foaf.de/)
„Wenn Sie mit dem semantischen Web spielen wollen, können Sie eine Freund-eines-Freunds-Datei [...] für Ihre Homepage erstellen. In einer FOAF-Datei können Sie Dinge über sich selbst veröffentlichen [...]. Mit einem Verweis können Sie etwa sagen, „das ist ein Foto von mir“ oder wer noch darauf ist. Um eine FOAF-Datei zu erstellen, müssen Sie ein Formular [...] ausfüllen. Aus dieser Information wird eine im semantischen Web lesbare Textdatei erzeugt, die Sie auf Ihre Website stellen können. Es gibt semantische Websites, die diese Daten auslesen und Ihnen etwa eine Liste von Fotos geben, die Sie mit anderen Leuten verbinden. Ich bin drei Fotos von Frank Sinatra entfernt, weil ich mit Bill Clinton fotografiert wurde, der mit einem der Kennedys fotografiert wurde, der mit Frank Sinatra fotografiert wurde.“ Tim Berners-Lee
aus Frauenfelder, M. (2004). Das Unvollendete. In: Technology Review, 11 [http://www.heise.de/tr/Das-Unvollendete--/artikel/52516].
Wer es ganz genau nachlesen möchte, findet die FOAF-Spezifikation hier oder in der englischen beziehungsweise deutschen Wikipedia, aber das ist nicht sooo wichtig.
Um ein eigenes FOAF-Profil zu erstellen, ist die Verwendung eines FOAF-Generator am einfachsten. Die gibts im Internet reichlich. Ich fand den foaf-a-matic ganz gut. Weitere Tools sind der Facebook Foaf Generator von Matthew Rowe und bei Sourceforge finden sich auch einige FOAF-Werkzeuge.
Nachdem beispielsweise mit foaf-a-matic der Quellcode erzeugt wurde, wird dieser in eine Datei namens “foaf.rdf” kopiert und mit einem FTP-Programm in den Root-Ordner (/) auf dem Webserver kopiert.
Nachdem das erledigt ist, folgt die Einbindung des nachfolgenden Source-Codes im <head></head>-Bereich der index.html (php, jsp…) um Suchmaschinen auf das FOAF-Profil aufmerksam zu machen:
<link rel=”schema.FOAF” href=”http://purl.org/dc/elements/1.1/”/>
<link rel=”meta FOAF.MAKER” type=”application/rdf+xml” title=”FOAF” href=”foaf.rdf”/>
<foaf:mbox_sha1sum> ist das einzige Element, welches nicht selbsterklärend ist. Es ist eine eindeutige Kennzeichnung einer eMail-Adresse.
<foaf:mbox_sha1sum>31951faf660be03adee9784a53f4d2fcddd5d158</foaf:mbox_sha1sum> steht übersetzt für “info@semanticblog.eu”. Der foaf-a-matic Generator erzeugt jedoch den Zeichensalat automatisch und die Checksumme kann per Copy-Paste in das eigene FOAF-Profil übernommen werden.
Um den gesamten Vorgang zu erleichtern könnt Ihr auch mein Profil kopieren und dann mit den eigenen Angaben überschreiben. Ein bischen poblematisch bei XML ist, dass der Quellcode fehlerfrei sein muss. Doch mit einem geeigneten XML-Editor ist das kein Poblem. Bei http://www.tecchannel.de ist die Auswahl derartiger Editoren reichlich.
Der letzte Schritt ist die Registrierung bei pingthesemanticweb.com. PingtheSemanticWeb.com ist ein Dienst zur Registrierung von RDF-Dokumenten. Nachdem dieser benachrichtigt wurde, fallen Crawler über dort neu hinzugefügte RDF-Dokumente her und später kann zum Beispiel über sindice wieder gesucht werden.
Das wars. Semantic Web für jeden!
Um sich das Ergebnis anzusehen sind Werkzeuge zur Darstellung hilfreich: foaf-visualizer und http://www.foafer.org/. Das URL Format bei foaf-visualizer.org sieht beispielsweise so aus:
http://foaf-visualizer.org/?uri=http://www.Ihr-ServerName.xy/foaf.rdf
Wer möchte kann auch meinen Source-Code kopieren und für seine eigenen Zwecke anpassen (hier zum download). Ich habe ihn für diesen Blog benutzt und er ist hoffentlich fehlerfrei. Ihr müsst nur mit dem <foaf:mbox_sha1sum>-Element in Kombination mit eurer eigenen eMail-Adresse vorsichtig sein!
Das Ergebnis kann hier betrachtet werden.
Der nachfolgende Eintrag ist nicht unbedingt nötig, er kann dazu verwendet werden, auf mein Profil zu verweisen. Fügt es vor dem </foaf:Person>-Element ein, falls Ihr möchtet.
<foaf:knows>
<foaf:Person>
<foaf:name>Christian</foaf:name>
<foaf:mbox_sha1sum>387b814c974087a80ef0efb7fb21c7cc408fe74b</foaf:mbox_sha1sum>
<rdfs:seeAlso rdf:resource=”http://www.semanticblog.eu/foaf.rdf”/></foaf:Person></foaf:knows>
Ein kleine Spielerei ist, die eigenen Interessen mit einem Verweis auf eine von Wordle (http://www.wordle.net/) erzeugte Tagcloud darzustellen. Dazu sollte seine Java-Runtime auf dem Rechner installiert sein.
<rdf:Description rdf:about=”http://www.wordle.net/gallery/wrdl/624349/Visualizing_my_Blog”
dc:title=”Social Networks, Knowledge Management and Information Retrieval stuff… (Visualized by http://www.wordle.net/)” />
</foaf:interest>
Die Tagclouds von Wordle sehen sehr gut aus, wie das nachfolgende Bild zeigt. Naja, ich hab vergessen, das Wort “Lesezeichen-Menü” zu löschen
…
