Das World Wide Web ist groß, sehr groß sogar und es soll tatsächlich Personen geben, die versuchen über Suchmaschinen alle möglichen Dinge des täglichen Informationsbedürfnisses zu finden.
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber die meisten Menschen, die ich kenne benutzen google, was sogar in den Sprachgebrauch übernommen wurde. Etwas im Internet suchen heißt nun “nach etwas googeln”. Das finde ich persönlich etwas seltsam. Wenn ich mich anziehe, “jeanse” ich mich doch nicht. Wenn ich Durst habe “coca colae” ich auch nur selten. Dabei ist zwar google in aller Munde, aber nach Nielson Online Releases January 2009 Search Engine Share Rankings nur die Suchmaschine mit der zweitgrößten Anzahl an indizierten Seiten. Spitzenreiter ist All Search. Es existieren also Alternativen und sogar Gute. Die Beste ist meines Erachtens nicht nur eine Suchmaschine zu benutzen, sondern die Ergebnisse vieler zu kombinieren. Der Ausdruck hierfür ist Meta-Suche, also eine Suchmaschine, welche die Ergebnisse vieler Anderer kombiniert. Auch hier gibt es viele Möglichkeiten, ihr könnt ja mal nach Meta-Suchmaschinen “googlen”, aber ich möchte ixquick herausgreifen. Der Grund ist sehr einfach. Zum einen sind die Ergebnisse sehr gut und zum Anderen speichert Ixquick keine IP-Adressen, Suchanfragen und Cookies. Es findet sich bei Ixquick folgender Eintrag unter dem Slogan “Ixquick Schützt Ihre Privatsphäre!”:
“Im August 2006 erregte der America Online (AOL) privacy Skandal die Gemüter der Online-Welt. AOL veröffentlichte zu diesem Zeitpunkt die Datenbankinhalte der letzten 3 Monate und damit die Suchdaten von 650.000 ihrer User. Die veröffentlichten Inhalte der Datenbank, sind nach wie vor für jeden aufrufbar.” Wer einen Blick darauf werfen möchte, über welche Daten Suchmaschinenbetreiber verfügen, kann beispielsweise bei aolstalker nach “Sex” suchen.
Als google-, googleMmail- und googleChrome-Benutzer hab ich langsam ein bischen Angst, nicht nur ein Opfer personalisierter Werbung zu werden. Wie kann man noch suchen? Als Suchmaschine im Shopping-Bereich empfhielt sich suchhaus. Dort wird ein Suchbegriff eingegeben, um von diesem Startpunkt aus sukzessive andere Preissuchmaschinen aufzurufen. Sehr praktisch, da die mehrmalige Eingabe des Suchbegriffs entfällt.
Meta-spinner, eine Meta-Preissuchmaschine, greift auf unterschiedliche Datenquellen zu und präsentiert diese benutzerfreundlich in der Ergebnisliste.
Schnäppchenjäger bei eBay könnten mit metabay ihre Freude haben, da hier automatisiert nach Tippfehlern bei eBay gesucht wird. So lassen sich Artikel finden, die dem Blick der Allgemenheit entgehen. Wer die Abwrackprämie einstreichen möchte wird bei Caradoo fündig, einer Nischensuche für Automobile. Bücher findet man zum Beispiel über lalisio.
Zu guter Letzt folgen noch zwei Beispiele für semantische Suche (Semantic Web, mein Lieblingsthema momentan): Die Suche bei Kartoo zeigt Begriffe anhand ihrer Verknüpfungen mit anderen Webressourcen, mit einer neuartigen Darstellungsform und Benutzerführung. Ihr könnt auch auf dieser Seite ein ähnliches “Sucherlebnis” haben. Benutzt einfach den Explore-Knopf unter “Social Search” in der rechten Seitenleiste:
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Meiner Meinung nach.. Google für alle Zwecke! Kurz und bündig!