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An ontology is an explicit specification of a conceptualization.

Ontologien sind in der Informatik fortgeschrittene Wissensrepräsentationsmodelle,
die herkömmliche Modelle wie zum Beispiel Datenbankschemata oder Thesauri
um eine semantische Komponente erweitern, indem Artefakte mit unterschiedlichen Strukturierungsgraden beschrieben werden.
Die Bandbreite erstreckt sich in diesem Zusammenhang von einfachen Taxonomien
(wie zum Beispiel die hierarchische Strukturierung von Themengebieten
bei Yahoo) über Metadatenschemata (zum Beispiel Dublin Core) bis hin zu
logischen Theorien.

Im Forschungsbereich der künstlichen Intelligenz wird der Begriff Ontologie
wie folgt definiert:
Die Grundstruktur formell repräsentierten Wissens basiert auf einer Konzeptualisierung
der Objekte, Konzepte und anderer Entitäten, bei denen
angenommen wird, für die zugrunde liegende Fragestellung von Interesse
zu sein, sowie Relationen, zur Verknüpfung der einzelnen Bestandteile. Eine
Konzeptualisierung ist eine abstrakte, vereinfachte Sicht der Welt, die wir
versuchen abzubilden [...]. Eine Ontologie ist folglich eine formale, explizite
Spezifikation einer gemeinsamen Konzeptualisierung.

Eine Konzeptionalisierung eines Phänomens der Welt identifiziert und
bestimmt die relevanten Konzepte und Relationen dieses Phänomens. Der
Ausdruck „gemeinsam“ reflektiert hierbei den Umstand, dass die Ontologie
von einer größeren (Experten-)Gruppe akzeptiert sein muss. Im besten Fall
sind dies alle Menschen und Softwareanwendungen.

Eine Ontologie besteht in der Regel aus mehreren Komponenten. Die
wichtigsten hierbei sind: Konzepte, Relationen und Attribute, Instanzen
und Axiome. Taxonomien beinhalten die Segmentierung, Klassifikation
und Einordnung von Elementen in ein Kategoriensystem anhand ihrer
definierten und typisierten Beziehungen zueinander (meist in Form von
Klassen, Unterklassen, usw.).

Konzepte sind abstrakte Terme, die in Taxonomien organisiert sind, wobei
hierarchische Konzepte durch eine „is-a“ Relation verlinkt werden. Relationen
sind weiterhin gut geeignet um nichthierarchische Konzepte miteinander
zu verlinken. So können Axiome gebildet werden, die aus vielerlei Relationen bestehen.
Am häufigsten finden symmetrische, inverse oder transitive
Axiome Verwendung.

Bei der Erstellung eines Kategoriensystems müssen den jeweiligen Konzepten
gleichzeitig Attribute zugeordnet werden. Sie haben den Zweck, Konzepte
in eine interne Speicherrepräsentierung zu überführen. Attribute sind
vordefinierte Datentypen (String, Integer, Boolean usw.).

Neben Relationen existieren weitere nützliche Mechanismen, wie zum
Beispiel die Vererbung von Konzepten als eine einfache Möglichkeit, Hierarchien
zu konstruieren.

Der Prozess der Ontologieerstellung umfasst nach Corcho und Kollegen142
vier Schritte:

• Spezifikation: Hierbei wird festgestellt, weshalb die Ontologie erzeugt
wird, was der intendierte Nutzen ist, und wer die Endanwender sein
werden

• Konzeptualisierung: Strukturierung von Domänenwissen in ein konzeptuelles
Modell

• Formalisierung: Überführung des konzeptuellen Modells in ein formales
oder (semi-)berechenbares Modell

• Implementierung: Konstruktion eines berechenbaren Modells in einer
Ontologiesprache

Sind diese Arbeitsschritte abgeschlossen, kann dazu übergegangen werden,
die abstrakten Konzepte über Instanzenbildung mit ’Leben zu füllen’.



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